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Schon mal überlegt, wenn es keine Feuerwehr
gäbe?? Stellen Sie sich vor,
Sie wachen nachts auf und stellen fest, dass Ihr vor dem Haus
geparktes Auto brennt. Sie wählen 112, rufen nach der Feuerwehr,
laufen auf die Straße und versuchen, mit einem Eimer Wasser das
Feuer zu löschen. Hoffnungslos, die Minuten werden scheinbar zu
Stunden, Ihr Auto brennt inzwischen lichterloh, das Vordach Ihres
Hauses hat bereits ebenfalls Feuer gefangen, die Polizei trifft ein,
ist jedoch chancenlos, das Feuer zu löschen, 15 Minuten sind
vergangen - keine Feuerwehr weit und breit - der Dachstuhl brennt,
die Hitze läßt die Scheiben platzen, das Feuer "betritt" Ihr Haus...
An dieser Stelle Stopp!
In der Realität wäre nach Absetzen
Ihres Notrufes die Freiwillige Feuerwehr Ihres Wohnortes alarmiert
worden. Mit Auslösen des Alarms ist bayernweit garantiert, dass
innerhalb von maximal 10 Minuten die Freiwillige Feuerwehr innerhalb
der Gemeinde- oder Stadtgrenze an der Schadenstelle präsent ist.
Aber nur, weil es Bürger gibt, die ehrenamtlich und freiwillig, Tag
und Nacht für Ihre Sicherheit bereit stehen.
In Großstädten über 100.000 Einwohner gibt es eine Berufsfeuerwehr.
Aber auch hier müssen Freiwillige Feuerwehren zur Unterstützung
hinzugezogen werden. Über 350.000 Frauen und Männer leisten
bayernweit freiwillig Feuerwehrdienst. Nur dadurch ist garantiert,
dass professionelle Hilfe innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung
steht.
Die Aufgabe der Feuerwehr ist schon
lange nicht mehr ausschließlich das Löschen von Bränden, Nein, das
Spektrum reicht vom Unwettereinsatz über Ölschadensbekämpfung bis
hin zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen oder
Gefahrguteinsätzen. Ein breites Spektrum, das einen hohen
Ausbildungsstand und großes Engagement erfordert.
Voraussetzung dafür ist neben
Alter und Verfügbarkeit vor allem eines: Die uneingeschränkte
Bereitschaft, unentgeltlich einen Teil seiner Freizeit für dieses
Ehrenamt aufzubringen und jederzeit abrufbar zu sein - während der
Arbeitszeit, im Freibad, im Kreis der Familie, in der Nacht oder
gerade dann, wenn etwas völlig anderes geplant gewesen war. Den
Feuerwehren wird viel abverlangt, aber auch viel geboten:
Kameradschaft, Abwechslung und Teamarbeit, Möglichkeiten der
Schulung und Weiterbildung, Erlangen von Kenntnissen, die auch im
Alltag von Vorteil sein können - und last but not least Freude am
Helfen in der Not. Jede Feuerwehr ist nur so gut wie ihre
Mitglieder. Deshalb brauchen wir für unsere Aufgaben Unterstützung.
Wenn Sie also Interesse haben, uns bei unseren Aufgaben aktiv zu
helfen, dann wenden Sie sich an Ihre Feuerwehr. Es würde uns freuen,
Sie bald in unserer Mitte begrüßen zu dürfen - als Mitglied der
Freiwilligen Feuerwehr.
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Entnommen aus der
Zeitschrift des
Landesfeuerwehrverbandes Bayern "Florian kommen" Nr. 34
vom 25.10.2000 |